Flüchtlingshilfe Griechenland

Die Situation in den griechischen Lagern ist seit Jahren ein chronischer Notstand, der keinem Menschen zumutbar ist. Nun ist die Notlage akut: Nach den Bränden im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos, sind tausende Menschen, die zuvor schon nichts hatten, auf der Straße. 

Nach Bränden: Aktuelles zur Lage und Hilfe

Die jüngsten, dramatischen Bilder aus Griechenland nach den Bränden im Lager Moria zeigen zum wiederholten Mal die prekäre Lage der Menschen auf den griechischen Inseln. Die Situation ist seit Jahren angespannt, durch Covid-19 hat sich die Situation noch verschärft.

  • Mittlerweile sind über 11.500 Menschen obdachlos. Darunter befinden sich 2.200 Frauen und 4.000 Kinder, die sich seit Tagen ohne Dach über dem Kopf leben. Bis Ende der Woche sollen die Schutzsuchenden in das Camp, das in der Nähe von Kara Tepe liegt, übersiedelt werden. Dort werden sie auf Covid-19 getestet.
  • Kleinere Gruppen von Asylsuchenden werden in Unterkünften verschiedenster NGOs untergebracht. Zwei dieser Unterkünfte unterstützen wir als Caritas. 55 vulnerable Personen, die hier Unterkunft gefunden haben, versorgen wir gemeinsam mit unseren Partnern und Partnerinnen von METAdrasi mit Wasser, Medikamenten und Hygieneartikel.
  • Seit dem Brand in Lesbos hat die Caritas 75.000 Euro für Nothilfe und Unterbringung bzw. Versorgung der Flüchtlinge für Partnerorganisationen zur Verfügung gestellt.
  • Die Partnerschaft mit Lesvos Solidarity ermöglicht es uns, 500 weitere Menschen mit Lebensmittel, Hygieneartikel, Wasser, Masken und Desinfektionsmittel zu versorgen.

Auch mit anderen Partnerorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen pflegen wir derzeit einen intensiven Kontakt, um weitere Projekte ins Leben zu rufen und die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen.